Berichte                   

                                                                                                                          

Hier fanden früher die Spieler, Eltern, Vorstand und Freunde der Mannschaft in einem geschützten Bereich immer kurzfristig die aktuellsten Informationen. Dafür wird dieser Bereich heute nicht mehr benötigt. Stattdessen enthält dieser Bereich heute überwiegend ein Archiv von Berichten vergangener Spiele und "Taten", die sich im Laufe der Zeit gesammelt haben. Wer mag, kann da gerne durchblättern.          

                                                                                                                                                        

Es werden auch neue Berichte zum Nachlesen ergänzt bzw. abgelegt. Sofern ein "Gast"  hier etwas eintragen möchte, wäre dies theoretisch möglich. Allerdings durchläuft jede Eingabe einer Freigabe-Abfrage und wird insofern nicht automatisch veröffentlich.     

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04. Juni 2019, 17:49

Bericht: Oje... wir können auch schlecht! "Nur" 2:2 im Heimspiel.

Unsere Schwankungen sind derzeit erheblich und unberechenbar. Ungewöhnlich für diese Mannschaft und dennoch mit Ursachen wie mangelndem Spielrhythmus und diversen Ausfällen erklärbar. Gerade unsere Personalsituation hat sich seit dem Bänderriss von Leon weiter zugespitzt. Zum Glück war Henry bereit nach fast einem halben Jahr und nur zwei Trainingseinheiten zu spielen. Und das bedeutete Startaufstellung für ihn, weil uns die Alternativen ausgegangen waren. Denn mit Hendrik und Jakob, die eigentlich beide (noch) nicht richtig spielfähig waren, war auch auf der Bank "Ebbe". Aber die Beispiele zeigen, dass man für, mit und an die langjährigen Kollegen, Freunde und Mitspieler denkt und zusammenhält. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit in diesem Team, wenngleich auch wir vereinzelt Ausnahmen akzeptieren müssen. Und insofern erst recht ein großes Lob an alle, die auch jetzt noch gemeinsam und bei widrigen Bedingungen die Fahnen hochhalten und ggf. auf Krücken und alles was sie sonst noch haben dabei sind! Trotzdem brauchen wir für heute aber keine Ausreden. Denn gerade nach der starken, disziplinierten zweiten Halbzeit beim Liga-Primus in der Vorwoche, hätten wir es auch heute besser machen können und sollen. Vielmehr taten wir mit aller Macht alles dafür, es uns selbst schwer zu machen. Und so rutschten wir im Verlauf der Partie immer weiter erheblich unter unser Niveau. Wir erlaubten dem engagierten Gast aus Lilienthal immer mehr auf Augenhöhe und schließlich zu einem verdienten Punktgewinn auf unserem Platz zu kommen. Dabei kamen wir durch einen guten Riecher von Marc-A. sowie einer wirklich grandiosen Einzelaktion von Marius (die war allerdings schon alleine das "Eintrittsgeld" wert) sogar zweimal zur Führung. Normalerweise lassen wir uns das dann nicht mehr nehmen. Aber ungewöhnlicher weise ließen wir das genauso liegen wie mindestens fünf "100%ige" zur Vorentscheidung. Insbesondere vor der Pause war es symptomatisch als wir es in einer Szene in vier (!) Anläufen nicht schafften, den Ball ins teilweise schon leere Tor abzuschließen. Komödie, die auf diesem Niveau eben NICHT lustig ist, sondern uns beim Schlusspfiff das Lachen vergehen ließ. Wie zur Pause gewarnt nutzte der Gast seine Chancen prompt effizient. Wir hätten ihn aber wirklich nicht so höflich einladen müssen. Bringt jetzt aber auch nichts, sich lange daran aufzuhalten...

Denn am Donnerstag geht es schon weiter: Mit dem Bezirkspokalfinale in Rotenburg. Und wenn es eine gute Nachricht vom Wochenende gibt, so doch die, dass wir immerhin das Hauptziel des letzten Heimspiels erreicht hatten: "Bloß keine weitere Verletzung bzw. keinen weiteren Ausfall." Robin, Luca, Luis, Timo, Leo, Marc-A., Janning, Lukas, Marius, Marvin, Matteo ... an Bord. Dazu haben bis Donnerstag auch Hendrik, Steve und Jakob noch wichtige weitere Tage zur "Wiedereingliederung". Und vielleicht packt es auch Henry noch. Nur Leon traurig an Krücken sowie ... ach, sei´s drum, bloß nicht noch ärgern.

Noch zwei Aspekte nehmen wir nach Rotenburg mit:

1. Wenn die Generalprobe in die Hose geht, bringt das Glück ...
2. In der Halle war die Wettquote im Finale auch klar gegen uns...

ES IST WIEDER FINALE!

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:48

Bericht: (Fast) Deja vu - 1:1 gegen Stade nach Pausenrückstand.

Der Ehrgeiz, die Niederlage aus dem Hinspiel klarzustellen, war beim Tabellenführer und Favoriten aus Stade deutlich und begann schon damit, dass das Spiel auf Kunstrasen verlegt wurde. Wird gerne gemacht gegen Gäste, die dieses Geläuf nicht gewohnt sind. Aber möglicherweise könnte das gegen uns heute ein Fehler sein. Nicht umsonst sind wir in der Halle bis zur Niedersachsenmeisterschaft gekommen und haben dort Bronze geholt. Und richtig Spielpraxis haben wir ja derzeit auch auf Rasen nicht. Gut möglich also für uns, gerade diesen "Nachteil" zu kompensieren. Ebenso hatten wir uns schon im Vorwege auf das zu erwartende "Kriegsgeschrei" der Rot-Weißen vorbereitet, die gerne jede Aktion zwecks Eigenmotivation mit extrem lautstarken Kommentierungen und Anfeuerungen begleiten. Wir hatten 15 Mann an Bord und es gab keinen Grund sich irgendwie einzuschüchtern zu lassen oder zu verstecken. Vielmehr formulierten wir den Anspruch, auch hier Augenhöhe zu suchen. Erstmal hieß es aber ordentlich ins Spiel und mit dem Platz zurecht zu finden. Anlaufschwierigkeiten waren zwar zu erwarten, sollten aber möglichst nicht gleich zu Gegentoren führen. Das klappte. Nach 20 Minuten ging es zunehmend besser und den einzigen großen Schnitzer überstanden wir mit etwas Glück. Timo hatte zudem den Torjäger gut im Blick und Luca doppelte jeden Angreifer im letzten Drittel. Leo, Hendrik, Lukas stabil im Zentrum. Marc-A, Janning und Marius kamen zu ersten ordentlichen Offensivaktionen. Das "Getöse" wurde schon ruhiger und auf unserer Bank machte sich Zuversicht breit. Steve: "Mehr kommt da heute nicht? Dann sind wir gleich im Spiel." Doch genau in dem Moment streuten wir eine fatale Fehlerkette ein und der Gastgeber nutzte dies strikt zur 1:0 Führung (24. Min.). Jetzt ging uns bei den hohen Temperaturen der Zugriff verloren. Körpersprache, Passspiel, Abstände, Konsequenz ... das war nun alles nicht gut (freundlich ausgedrückt). Mit Positionswechseln versuchten wir gegenzusteuern. Doch in Wahrheit half uns in dieser Phase zwischen der 25. und 40. Minuten nur einer ... der Gastgeber selbst. Denn der stellte plötzlich und für alle sicht- und hörbar auf Defensive um ("4:5:1"). Was für ein Geschenk. Nach vorne ging für uns in der Phase sowieso nichts. Und wenn wir jetzt richtig Druck bekommen hätten, wäre es zur Halbzeit vielleicht schon vorbei gewesen. Es passierte aber nichts! Kurz vor der Halbzeit schonten wir dann schon mal unsere Offensivspieler und Steve und Matteo verschafften uns etwas mehr Präsenz, was dann auch gleich ein Vorgeschmack auf die zweiten Hälfte sein sollte. In der Pause hatten wir Gelegenheit, uns auf die neue Formation der Stader ideal einzustellen. Aber wir müssten es schon richtig wollen und viel mehr tun. "Dann geht hier richtig etwas," so das Trainervotum. Im Hinspiel sahen wir zur Halbzeit viel schlechter aus und haben es noch gedreht. Nun reicht schon EIN Tor und wir könnten ein Deja-Vu erleben. Also mutig sein! Wegen der defensiven Umstellung der Gastgeber schoben wir Leo sowie beide Außenverteidiger weiter vor. Luis schafft den nun einzigen Stürmer schon und Luca als Absicherung musste reichen. Dazu Marvin als echten Mittelstürmer, um die beiden Innenverteidiger zu beschäftigen. Vorweg: Die zweite Halbzeit ging an uns. Dabei kamen wir lange Zeit aber nicht zu Torchancen und mussten auch gelegentlich potenzielle Kontersituationen überstehen. Robin war ein großer Rückhalt - allerdings im Prinzip als Keeper beschäftigungslos. Gutes Zeichen. Ole ersetzte den verletzten Leon gut und es ging weiter. Unser Team legte sich das Spiel zusehends besser zurecht. Als es dennoch langsam so aussah, dass uns heute vielleicht der zwingende Torabschluss fehlt, da half uns erneut die Bank der Gastgeber. Mit ständigen Provokationen hielt man den Ansporn schön am Leben. Und wenn dann schon permanent laut behauptet wird, dass wir "außer Freistöße nichts können" würden ... gut, dann bestraft sich eben so etwas als echte Prophezeiungen. Ab der 75. Minute schafften wir jedenfalls immer häufiger wie erhofft Überzahl auf den Außen und es setzte Foul um Foul und Freistoß um Freistoß. Bei so vielen Bällen, die unbedrängt in den Strafraum segelten, bettelte der viel zu tief stehende Tabellenführer quasi um den Ausgleich. Und in der 81. Minuten war es tatsächlich soweit und Marvin staubte im Anschluss an einen der unzähligen Freistöße aus dem Gewühl zum Ausgleich ab. JETZT WAR RUHE! Wie im Hinspiel. Und ganz viel hätte nicht gefehlt und Timo oder Leo hätte noch einen d´raufgesetzt. Zurück auf 4:3:3 kam nun für die Heimelf auch zu spät. Das 1:1 blieb verdient stehen und erneut war Stade gegen uns trotz Führung nicht zu einem Erfolg gekommen. An der berechtigten Meisterschaft von Güldenstern wird das natürlich nichts mehr ändern. Über eine ganze U19-Saison ist der Kader mit seiner Niedersachsenligaerfahrung plus U18-Unterbau im Vergleich zu uns und den anderen Teams der Liga dazu ideal und viel breiter aufgestellt. Den direkten Vergleich aber ... den haben wir uns klar geholt! Das war die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht folgte einen Tag später: Denn Leon hat sich im Spiel einen Bänderriss zugezogen und fällt für den Rest der Saison aus. Da hat uns der Kunstrasenplatz dann leider doch noch geschadet. Mit etwas Glück können aber Jakob UND Henry zum Saisonende noch eingreifen. Das würde uns sicher für die letzten Spiele noch mal helfen und letzten Anschub sowie Alternativen liefern. Zunächst aber gilt: Gute Besserung, Leon!

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:46

Bericht: Zu früh gefreut... auch MTV Soltau tritt bei uns nicht an.

Gerade hatten wir noch ausgesprochen und erwartet, dass wir jetzt glücklicherweise nur noch gegen ambitionierte Vereine bzw. Teams spielen und endlich wieder in den SpielRhythmus kommen. Doch "Denk´ste"! Just war das Abschlusstraining am Freitag beendet und alles vorbereitet und besprochen, da erreichte uns der Anruf aus Soltau, am Samstag nicht anzutreten. Also bleibt es bei unserem Pech mit dem Spielplan. Das ist ärgerlich ... aber eben nicht zu ändern. Blöd natürlich, dass wir nun am Samstag wieder "kalt" zum Tabellenführer nach Stade fahren, der zuletzt seine Partien alle spielen konnte und also sicher "gut im Saft" steht. Dazu auf dem ungewohnten Kunstrasen. Aber gut. Wäre ja langweilig, wenn es keine Herausforderungen gäbe. In unserem Hinspiel gelang uns nach 0:2-Halbzeitsstand ein überraschender 4:2-Heimsieg. Also werden wir sehen, was sich machen lässt, um auch dort zu bestehen. Zumal auch der Favorit einen Negativimpuls mitbringt und am Wochenende in letzter Minute eine 0:1-Niederlage mit auf den Heimweg aus Hodenhagen mitnahm. Mal sehen, wie es Samstag läuft. Und dann geht es hoffentlich auch mit den letzten fünf Spielen bis zum Saisonende nahtlos und ohne Absagen weiter.

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:42

Bericht: Nun hat´s uns seit Dezember 2017 mal erwischt. 1:2!

So lange hat die ungeschlagene Serie gedauert. Wahnsinn! Dem VfL Lüneburg gelang damals ein knapper 2:1-Erfolg auf unserer Anlage. Der Anschlusstreffer von Marc-A. kam damals zu spät. Natürlich konnte das nicht ewig so weiter gehen. Und nun war es eben der Buchholzer FC, dem es mit einem 2:1-Heimerfolg gelang, einen mehr oder weniger glücklichen "Dreier" gegen uns einzufahren. Soltau oder auch der VSK Osterholz waren eigentlich viel näher und verdienter an einem Sieg gegen uns dran... bekamen aber jeweils noch den Ausgleich. Heute gelang uns das nicht. Weil Buchholz einerseits das nötige Spielglück hatte und sich andererseits mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln gegen den eigentlich überfälligen Ausgleich stemmte und die Führung über die Zeit brachte. Dass es überhaupt so weit kam hatten wir uns ziemlich überflüssig selbst eingebrockt. Denn zunächst setzte der BFC zwar die klar besseren Signale und kam in den ersten Minuten zu Chancen. Mit einem Lattenschuss war diese Phase aber ohne Schaden beendet und wir fanden langsam in die Partie. Umso ärgerlicher, dass wir durch einen berechtigten aber völlig unnötigen Strafstoß doch noch in Rückstand gerieten. Erst beendeten wir einen harmlosen Angriff nicht konsequent genug und dann räumten wir im Strafraum und in Überzahl den Angreifer unnötig ab. Ungewöhnlich gedankenlos und vielleicht auch der fehlenden Spielpraxis der letzten Wochen geschuldet. Mit dem 0:1 bekam das Spiel einen anderen Zuschnitt. Es blieb uns nichts anderes über, als das Risiko zu erhöhen. Entsprechend wechselten wir Aufstellung und Ausrichtung. Von da an bekamen wir klares Übergewicht und gaben dies auch bis zum Ende des Spiels nicht mehr ab. Allerdings fehlten uns doch häufig die Automatismen. Insbesondere im letzten Drittel. Die ganz klaren Gelegenheiten waren selten oder wurden nicht zu Ende gespielt. Der Rückstand zur Pause ging daher in Ordnung und wir waren gefragt, die zweite Halbzeit besser zu spielen. Wir kamen aus der Pause, wie wir es uns vorgestellt hatten. Marius marschiert durchs Midfield, setzt Marc-A. in Szene und der traf mit links geschlenzt hoch ins lange Eck. In der 47. Minute waren wir also wieder im Spiel. Man durfte damit rechnen, dass wir dieses Momentum und den sichtlichen Wirkungstreffer nun für uns nutzen werden. Und die Spielanlage sah auch nun deutlich so aus. Doch ein "kleiner" Blackout zündete den langsam erlöschenden Buchholzer Docht wieder an. Wir legten den erneuten Rückstand in bester Manier unbedrängt selbst auf - hätten ihn auch gleich selbst reinschießen können - und liefen wieder hinterher. So was von ärgerlich. Der Rest des Spiels war ein einziges Anrennen mit zwischenzeitlichen Kontern der Gastgeber. Der Ausgleich lag in guten Phasen geradezu in der Luft. Zwischendurch gelang es aber den Blauen mehr oder weniger geschickt mit Auswechslungen, Fouls oder Befreiungsschlägen "auf die Wiese" unseren Spielfluss zu unterbrechen. Und da wir zwei, drei gute Chance fahrlässig liegenließen lief die Zeit runter und zunehmend gegen uns. Das Team versuchte alles, war engagiert, fleißig und wehrte sich in allen Belangen. Doch der Ausgleich kam nicht. In den letzten Minuten brachte dann auch "die Brechstange" nichts Zählbares mehr ein und wir hatten uns mit der ersten Saisonniederlage abzufinden. Das gehört (leider) auch dazu. Bekanntermaßen haben uns Niederlagen in der Vergangenheit meistens weitergebracht und genutzt. Auch in der diesjährigen tollen Hallensaison hatten wir Rückschläge dabei; hin und wieder einzelne Partien - durchaus auch böse - verloren. Beispielsweise 0:4 gegen Westercelle in der Vorrunde der Bezirksmeisterschaft. Oder 1:4 gegen Stenum bei der Niedersachsenmeisterschaft. Auch gegen Buchholz gab es Vorrunden-Niederlagen. Aus der Bahn geworfen hat uns das nie. Im Gegenteil. In entscheidenden Momenten, wenn es WIRKLICH d´rauf ankam und es um etwas ging waren wir voll da! Nicht ausgeschlossen, dass wir das auch diesmal so handhaben werden. Nun müssen wir aber erstmal wieder in einen guten Spielrhythmus und zu Spielpraxis kommen. Und dann sehen wir weiter.

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:41

Bericht: Lüneburg tritt nicht an. 3 Punkte - aber spielen wäre besser.

Wieder eine 5:0-Wertung, da auch Treubund Lüneburg uns kurzfristig absagt. Um etwa 12.00 Uhr erreichte uns der Anruf, dass nur noch 10 Spieler zur Verfügung stünden und man sich die Anreise zu uns spart. Irgendwie verständlich. Und doch für uns sehr ärgerlich, denn in punkto Spielpraxis hängen wir hinter allen kommenden Gegnern weit zurück. Im Pokalspiel hatten wir das gut kompensiert bekommen. Gegen den VSK Osterholz dagegen einige Abstimmungsprobleme offenbart und nicht gut gespielt. 6 Punkte und 10:0 Tore aus den Heimspielen gegen Beverstedt und Lüneburg lesen sich zwar "nett". Aber die "echten" Spiele fehlen uns und hätten wir - gerade auf heimischen Geläuf - gerne ausgetragen. Selbst, wenn dabei eine schlechtere Bilanz herausgekommen wäre. Der einzige Vorteil ist, dass dadurch unsere kranken und verletzten Spieler noch eine Woche mehr Zeit haben, um eventuell am Freitag doch einsetzbar zu sein. Immerhin "gut ausgeruht" dürften wir also sein und von "überspielt" kann keine Rede sein. Unsere kommenden Gegner haben viel gespielt in den letzten Wochen. Wir werden also sehen, ob sich die Situation eher zum Nachteil oder zum Vorteil für uns ausmachen wird. Am Freitag geht es nach Buchholz. Und der BFC wird ganz sicher nicht absagen.

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:40

Bericht: Schlechtestes Saisonspiel immerhin nicht verloren. 2:2.

Das Wetter war toll. Das Stadion in Osterholz ein schöner Spielort. Und Timo rettete in letzter Sekunde mit einem fulminanten Kracher zumindest noch einen Punkt. Viel Besseres gibt es vom ersten Rückrundenspiel nicht zu berichten. Dabei ist ein Unentschieden beim stets engagierten, unangenehmen Gastgeber, VSK Osterholz, an sich kein schlechtes oder inakzeptables Ergebnis. Aber mit einer "normalen" Leistung, wäre hier heute sicher mehr möglich gewesen. Auf dem unebenen Platz kam unser Spiel jedoch nie in den gewohnten Rhythmus. Und mit wieder nur 13 Spielern gelang es uns auch nicht, im laufendem Spiel neue Impulse zu setzen. Ein Knackpunkt war, dass wir zu Beginn gleich dicke Chance liegen ließen. Insbesondere als Marius zweimal sehr knapp scheiterten. So ließen wir es zu, dass sich der VSK in der Defensive zunehmend besser fand und auch gelegentlich selber den Weg nach vorne suchte. Etwa ab der 30. Minute war es ein offenes Spiel und so gingen wir mit dem Halbzeitpfiff fast schon überraschend doch noch in Führung. Die beste Kombination des Spiel schloss Marc-A. nach Vorarbeit von Leon und Timo trocken ab. 1:0. Das machte zumindest das Kabinenklima zur Halbzeit positiver als zu befürchten war. Umso überraschender, dass wir das Spiel ab der 57. Minute leichtfertig "herschenkten". Im Grunde genommen war nichts los. Die Abwehr um Luis, Leon und Matteo stand sicher. Hendrik und Leo davor auch, bekamen aber "Genickstarre", weil beide Teams das zentrale Mittelfeld meistens hoch überspielten, um keine Stockfehler wegen des unebenen Bodens zu riskieren. Offensiv taten wir für den Ausbau der Führung einfach zu wenig. Und prompt liefen wir mit einer immensen Anreihung von individuellen Fehlern in den Konter zum Ausgleich. Schlimmer dann noch der 1:2-Rückstand: Bei einem harmlosen Angriff rutschte den Gastgebern der Ball wohl deutlich ins Seitenaus. Unsere ballnahen Spieler hakten den Angriff jedenfalls ab. Doch dummerweise hatte der Schiri nicht auf einen Linienrichter bestanden. Die zunächst auch etwas verdutzten VSK-Spieler spielten erstmal zögerlich weiter. Und fast ohne jede Gegenwehr bis ins Tor. Ungläubig mussten wir zusehen, wie der Schiri statt auf "Einwurf" auf Tor entschied! Natürlich kann man sagen ... "schön blöd" oder "selbst Schuld". Andererseits darf man auf dem Niveau auch erwarten, dass ein Spiel bei deutlichem "Aus" nicht fortgesetzt wird. Zumal man es auch der ersten Reaktion der Gastgeber anmerkte, dass nicht mit einer Fortführung des Spiels zu rechnen war. Nun ja. Irgendwie trotzdem "selbst Schuld", denn wir hatten eindeutig nicht genug getan, um das Spiel rechtzeitig in unsere Richtung zu bringen. Und liefen jetzt eben dem Rückstand hinterher. Nun ging es also wieder nur noch um Glauben und Charakter. Und wenigstens das funktionierte wie gewohnt. Mit Steve als Mittelstürmer versuchten es Lukas, Marc-A., Marvin, Janning und Marius mal spielerisch und mal mit Brechstange. Der VSK dagegen mit Kontern, von denen Robin einen an den Pfosten "hexte". Und da die Osterholzer diesen Sack nicht zumachten, brachte uns unser "Niemals-Aufgeben-Gen" noch den Ausgleich. Zunächst scheiterte Matteo mit Großchance. Dann ein letzter Freistoß, ein letzter langer Ball von Luis und ein letzter Schuß von Timo ... knack ... mit gefühlt 200 kmh direkt unter die Latte. Ausgleich. Die Gastgeber reklamierten ein Foulspiel, fanden damit aber ebenso wenig Gehör, wie wir beim 1:2 mit dem "Aus". Mindestens ausgleichende Gerechtigkeit und sicher auch ein insgesamt verdienter Endstand, den wir nun in die "Osterpause" mitnehmen. Dann startet die Rückrunde richtig und wir kommen hoffentlich wieder besser in Tritt. Dazu wird auch wichtig sein, dass die Mannschaft und jeder Einzelne es schafft, Gedanken und "Gekasper" wegen der neuen Saison hinter sich zu lassen und den Kopf davon frei zu machen. Was wäre Ärgerlicher, als sich damit dieses tolle Jahr auf den letzten Metern selbst zu zerschießen?

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:38

Bericht: Abgewartet … zugeschlagen … Bezirkspokalfinale!

"Wenn man denkt es geht nicht mehr"... zeigt die Mannschaft, was sie ausmacht. Ohne Lukas, Ole, Henry, Jakob. Marius, Luca und Leon unter der Woche noch stark krank oder verletzt. Die Gastgeber hatten sich auf diesen Saisonhöhepunkt ausgerichtet. Kaum Halle gespielt. Sehr gute Vorbereitungsergebnisse erzielt. Und wir? Personell "auf dem Zahn-fleisch", daher keine Vorbereitungsspiele, kaum Training, quasi direkt aus der Halle in das Halbfinale. Hoch gepokert. Immerhin brachten wir noch 13 Spieler nach Lilienthal. Es war klar, dass wir so heute den hochmotivierten Gastgebern vor großer Zuschauerkulisse auf deren Terrain unterliegen werden, wenn wir unser Visier hochklappen. Dazu werden schon alleine unsere Kraftreserven niemals reichen. Schon gar nicht, wenn es einen Rückstand umzubiegen gäbe. Unsere Punkte mussten wir heute woanders machen. Z.B. Erfahrungs-vorsprung mit KO-Spielen ("Das können wir."). Dazu das Selbstbewusstsein aus der Halle mitnehmen. Also bauten wir einen Plan, der auf die dünne Personaldecke sowie der zu erwartenden Spielweise der Lilienthaler plus dem großen Platz im "Schoofmoor" ausgerichtet war. Unser Kraftaufwand sollte/musste einfach niedriger sein als der der Gastgeber, um im Laufe des Spiels unsere Akzente erhöhen zu können. Ein Rückstand galt es unbedingt zu vermeiden. Um es vorweg zu nehmen. Das Team arbeitete das Vorhaben wie ein Uhrwerk ab. In 10-15 Minuten Abschnitten. Die Startformation agierte erstmal tiefer als üblich. Ließ den Gastgebern zwar ein optisches Übergewicht. Hielt sie aber aus der Gefahrenzone weg. Leo und Hendrik schafften es im Mittelfeldzentrum, keinen Druck auf die Innenverteidigung mit Luca und Luis aufkommen zu lassen. Somit konnten die beiden mit ihrer Schnelligkeit bereinigen, was gelegentlich durchkam. z.B. von Außen. Wie ein "Staubsauger" griffen sie ein, wenn Timo und Leon gegen ihre starken und schnellen Gegenspielern doch mal in Verlegenheit gerieten. Andererseits sollten Timo und Leon in den ersten Phasen nicht so sehr die aufwendigen Läufe nach vorne unternehmen, lieber Kraft einteilen. Im Ballbesitz versuchten wir sichere Pass-Passagen. Nach vorne nur tief und flach auf Marius oder bei Bedrängnis in die Diagonale auf Janning oder Matteo. Marc-A. beschäftigte die Innenverteidigung. Der einsetzende intensive Regen machte zwar keinen Spaß - spielte uns aber in die Karten. Das anstrengende Spiel der hochmotivierten Lilienthaler sollte sich so viel schneller "verbrauchen". Nach 15 Minuten wechselten wir planmäßig die vorderen Positionen durch. Marc jetzt außen und Janning im Zentrum. Die erste Welle der Gelb-Blauen war abgewehrt. Bis auf eine größere Chance war nichts durchgekommen. Nach 24 Minuten wechselten wir offensiv und gingen früher d´rauf. Marvin für Matteo. Nur eine Minuten später war es passiert. Marvin "nervte", Fehlpass in unser Mittelfeld, Marius sofort in Richtung Tor ... Schuss aus 18 Metern ... Innenpfosten ... Janning staubt ab. 1:0. Dass der Keeper dies laut mit "Die unverdienteste Führung, die es je gegeben hat", kommentierte, dürfte seinem Empfinden entsprochen haben. Aber das war genau das, was wir zuletzt auf dem hohen Niveau in der Halle (s.u.) zu lernen hatten: Du musst Deine Chancen effektiv nutzen. Jetzt waren wir auf dem Weg. Zur Halbzeit war der Regen weg. "Die ersten 15 Minuten die Lilienthaler nicht zurück ins Spiel bringen..." wurde optimal umgesetzt: Nur eine Minuten nach der Pause: Ecke Leon, abgewehrt, Hendrik aus dem Hintergrund, Matteo im 5m-Raum vor die Füße ... eiskalt ... 2:0. Perfekt! Bei Führung im Rücken und den nachlassenden Kräften der Gastgeber hatten wir unseren Haushalt gut "gepflegt" und übernahmen nun zunehmend auch die Spielanteile. Zumal die Fehlerquote im Passspiel immer besser wurde. Wir wechselten laufintensive Positionen oft durch, ohne dass dies am Spielfluss negativ bemerkbar war. Eine glatte "1" für alle 13 Spieler in punkto Disziplin und Spielverständnis! Timo und Leon schafften nun auch noch Offensivläufe. Steve ging auf die "10"und hielt die Bälle schön bei uns. Marvin spielte einen Konter zum 3:0 aus. Das war´s! Auch wenn sich Luis und Robin noch die "lustigste" Szene des Spiels "erarbeiteten". Luis klärte eine Strafraumaktion an den Kopf des zuvor parierenden Robin, der so den Ball quasi ins eigene Tor "köpfen" musste. 4:0 ... nein 3:1 natürlich ;-). Änderte aber nichts an der famosen Leistung der beiden Defensivexperten! Gefeixt wurde darüber trotzdem. Nun geht es am Vatertag zum Bezirkspokalfinale nach Rotenburg! Reisebus chartern könnte eine gute Idee sein... !

Redakteur

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04. Juni 2019, 17:32

Bericht: Gold im Kreis, Silber im Bezirk, Bronze in Niedersachsen!

Man findet wenig Worte für Auftreten, Disziplin, Zusammenhalt und Leistung dieser Mannschaft. Mit einem 0:0 gegen TSV Stelle fing 2007 in der Halle (BBS) alles an. Die Torschützen in der Vorrunde 2007: Marc-A., Timo, Hendrik, Jonas. Tatortwechsel: Walsrode 2019. Niedersachsenmeisterschaft! Unter den Torschützen auch diesmal noch Timo und Hendrik. Marc-A. verletzt auf der Tribüne. Und: Natürlich immer noch Robin im Kasten! Was für eine Geschichte! Was für ein Team! Denn leicht zu schlagen waren wir selbst auf der ganz großen Bühne bei unserem letzten gemeinsamen Auftritt in der Halle auch diesmal nicht. Ganz im Gegenteil. Bis zum Ende waren wir voll dabei, schnupperten sogar noch an der Vizemeisterschaft und damit an der Qualifikation für die Norddeutsche Futsalmeisterschaft. Doch der Reihe nach:
Es war ein sehr professionelles Umfeld, das der Veranstalter von Germania Walsrode organisierte. Von den Kabinen (für jedes Team) über die sehr guten Schiedsrichter, das Catering und die tolle Halle selbst... alles vom Feinsten. Dem Anlass entsprechend top!
Wir nahmen uns vor, unser bestes Spiel auf den Hallenboden zu bringen, uns nicht zu verstecken oder zu verändern. Und ein sportliches ambitioniertes Ziel sollte man sich immer setzen: "Unter die Top 4" erschien uns zwar mutig ... aber nicht unerreichbar.

Wir durften das Turnier sogar eröffnen. Die Partie gegen den Bezirksmeister aus Hannover wurde gleich ein Knaller. Der HSC Hannover legte ein ungeheures Tempo vor. Gefühlt war alles doppelt so schnell, wie wir es in den letzten Wochen erlebt hatten. Ebenso schnell lagen wir 0:1 hinten. Doch so sehr uns die einzelnen Spieler aus Hannover überlegen schienen, so unterschätzten sie zunehmend unsere eingespielten Team-Aktionen. Und prompt schlugen wir zu. Hendrik zu Lukas und der zum 1:1 ins leere Tor. Kurz darauf zog Luca nach innen und zog trocken zur Führung ab. Wir waren angekommen. Und Hannover schlug zurück. Einzelaktion. Ausgleich. Doch Timo verwandelte einen Querpass von Luca zur erneuten Führung. 3:2. Sogar das 4:2 lag in der Luft. Doch der HSC bestrafte einen Ballverlust eiskalt zum Ausgleich. Für Hannover ein unerwarteter Punktverlust. Für uns ein guter Start und der Beleg dafür, dass wir hier sehr wohl mithalten können. Spätestens nach dem zweiten Spiel gegen Einbeck war das auch allen anderen Teams und Zuschauern klar. Nach ziemlich holprigen Auftaktminuten brachte uns Marius mit feiner Einzelleistung in Führung. Über die restliche Spielzeit kamen wir in einen Spielrausch, in dem geradezu alles gelang - selbst die unmöglichsten Aktionen. Von üblichen Abläufen ganz abgesehen. Luca, Matteo, Lukas, Timo und Hendrik schraubten das Ergebnis auf ein sagenhaftes 8:1 (!) hoch - gegen einen Vize-Bezirksmeister/Braunschweig. Da hatten wir aber mal "Hallo" gesagt - und sicher war keiner mehr in der Halle, der uns nun nicht mehr ernst nahm. Die Frage auf den Gängen: "Wo kommt ihr eigentlich her", hatte jetzt einen deutlich positiven Klang. Zudem hatten wir den starken Leo und auch Matteo etwas schonen können. Luis und Steve spielten das sauber "nach Hause". Mit dem guten Torverhältnis waren wir jetzt auf Platz 2 hochgeklettert und visierten tatsächlich die vorderen Ränge an. Einziger kleiner "Nachteil" war, dass uns niemand mehr unterschätzte. Auch nicht der Tabellenführer VfL Stenum, der unser nächster Gegner wurde. Und diese Lektion wurde eindeutig. Höchst entschlossen setzten uns die Delmenhorster zu. Verwendeten über das ganze Feld konsequente Mannorientierung und ließen damit unserem Spiel keine Luft. Das hatten wir so noch nie und konnten uns schlecht richtig darauf einstellen. Außer einmal durch den eifrigen Leon kamen wir nicht zu Chancen. Und als wir ein in seiner Entstehung völlig unnötiges Gegentor bekamen, wurde das Spiel des VfL noch zwingender und unsere Verunsicherung stieg. In kurzer Zeit schraubte Stenum das Ergebnis auf 0:4 hoch. Auf dem Niveau ist die Effektivität der Offensiven schon bemerkenswert. Das hatte Hannover uns auch schon gezeigt. Lukas verkürzte zumindest noch zum 1:4-Endstand, sodass unser gutes Torverhältnis wenigstens nicht völlig kaputt ging. "Nase abputzen" und für das letzte Spiel nochmal den Kopf frei machen. DENN: Unser Ziel hatten wir ja immer noch selbst in der Hand. Und mehr: Sogar Platz 2 war noch drin. Hannover hatte nach dem schlechten Auftakt gegen uns weitere Punkte gelassen. Hildesheim ebenfalls. Der uns gut bekannte Lüneburger Bezirksmeister Westercelle kam auch nicht recht ins Turnier und lag hinter uns. Einbeck und Salzgitter waren abgeschlagen. Wir trafen im letzten Spiel auf den TuS Lutten. Die Jungs aus Vechta waren jetzt punktgleich mit uns Vierter und ebenfalls eine positive Überraschung. Schlugen zum Auftakt den VfL Westercelle mit 2:1 und führten gegen Hildesheim mit 2:0 ehe der Titelverteidiger noch zum Ausgleich kam. Im dritten Spiel gegen Hannover war ihnen die Luft aber etwas ausgegangen (1:2) und wir hofften, dass wir das nutzen können. Mit einem Sieg wären wir sicher auf dem "Treppchen". Es wurde ein offenes Spiel in dem wir spielerisch wieder besser und leicht überlegen waren, der TuS jedoch gekonnt und robust dagegen hielt. Gut, dass Lukas uns diesmal in Führung brachte. Ein Rückstand gegen diesen Gegner dürfte ähnlich fatale Folgen haben wie zuvor gegen den VfL Stenum. Zum Ausgleich kam Lutten jedoch. Ein kleiner Fehler reichte. Die durchgehende Effizienz der Offensivspieler war hier ein eindeutiger Unterschied zu den Spielen auf Kreis- und Bezirksebene. Aber zum Glück hatten wir uns diesbezüglich gut angepasst. Luca zog im Gegenstoß links vorbei und zog ebenfalls mit links entschlossen ab. 2:1. Die letzten fünf Minuten war "zittern" angesagt. Zum Ende stürmte selbst deren Torwart mit und wir mussten aufmerksam verteidigen. Robin zeigte seine Klasse und ließ sich nicht überwinden bis Timo die letzte geniale Aktion auspackte. Balleroberung in der eigenen Hälfte, ein Blick, etwas Anlauf und im hohen Bogen und mit viel Schnitt versenkte er den Futsal aus ca. 30 Metern über den Keeper ins leere Tor! 3:1! Cool. Nach 12 Jahren Hallenfußball (siehe oben) hatten wir unsere letzte Aktion mit einem eigenen, tollen Tor abgeschlossen und unser letztes gemeinsamen Hallenspiel gewonnen. Das beste zum Schluss. Und der Schluss bleibt immer hängen! Wir hatten also den Dritten Platz sicher. Großartig. Nun hätte uns der VfL Stenum sogar noch zur Norddeutschen Meisterschaft schießen können. Und die Jungs waren so nah dran, dass wir beim Stand von 1:1 gegen Borussia Hildesheim zweimal schon die Hände zum Torjubel in der Luft hatten. Doch Hildesheim zog den Kopf aus der Schlinge, machte sich mit einem 2:1 in der Schlussminute selbst zum Meister und zog unserer möglichen Vizemeisterschaft den Stecker raus. Aber darüber zu Jammern wäre vermessen. Nach Platz 1 im Kreis sowie dem Vize-Titel im Bezirk hatten wir uns heute vor Westercelle platziert und damit also als beste Mannschaft des Bezirk Lüneburg die Bronzemedaille im Land Niedersachsen gewonnen! Wer hätte das im Jahr 2007 als F2 beim 0:0 gegen Stelle behauptet? Unser Kapitel Hallenfußball/Futsal klappen wir nun mit Stolz und mit vielen tollen Erinnerungen für immer zu. Schön war´s!

Redakteur

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27. März 2019, 09:54

Bericht: Rückblick auf die Futsal-Bezirksmeisterschaft!

Anfahrt, Ziel und Plan:

Um 9.00 Uhr ging es los. Für eine U19 am Sonntag zur Faslamzeit ... kein Selbstgänger ;-). Aber keine sichtbaren Ausfallerscheinungen erkennbar. Top. Leider fehlten uns dennoch vier gute Futsalspieler. Ohne Matteo, Janning, Marius und auch Steve, der in Fredenbeck überzeugt hatte, ging´s los. Egal, gar nicht beeindrucken lassen. Ein "Block" stand ja noch und alle anderen werden eben bestmöglich unterstützen und ihren Mann stehen müssen. Das Ziel bleibt: Vor zwei Jahren waren wir Dritter und wir fahren nicht nach Celle, um schlechter abscheiden zu wollen. Punkt. Nur, dass unsere Gruppengegner wohl etwas dagegen haben werden. Und wir mit den beiden Niedersachsenligisten Westercelle und Verden gleich beide Favoriten in der Gruppe haben. Wir werden also zwingend einen der beiden schlagen müssen. Gegen die Vertreter aus ROW und CUX müssen wir ohnehin schon von "Pflichtsiegen" sprechen, wenn das Halbfinale drin sein soll. Obwohl wir nur einen kleinen Kader und angeschlagene Spieler hatten (u.a. Bänderdehnung bei Marc-A. nur notdürftig ausgeheilt) empfanden wir die lange Spielzeit von 19 Minuten als Vorteil für unser Spiel. Helfen sollte zudem unser Spielplan. Denn bevor wir im dritten Spiel starten, konnten wir zuvor noch alle Gegner in ihren Auftaktspielen beobachten. Das war Gold wert. Unser Plan sah vor, unser erstes Spiel in jedem Fall irgendwie zu gewinnen - und sei es dreckig. Dann würden die Partien gegen Verden und Westercelle folgen. Wenn wir dort punkten, könnten wir es im letzten Spiel gegen JSG Sievern/Neuenwalde selbst in der Hand haben. Also nun "Schritt für Schritt".

Die Vorrunde:

Die ersten Spiele der Gegner lösten keine Angstzustände bei uns aus. Respekt ja. Aber keinen Grund, unseren Plan zu ändern. Die JSG Wiedau/B. hatten wir als unangenehmen Auftaktgegner empfunden. Sehr kampfstark. Körperlich robust. Mit sehr tiefer Abwehr und gefährlich im Konter. Westercelle kam erst in letzter Sekunde zum 1:0. Irgendwie drei Punkte holen. Es wurde ein zähes Spiel. Die Rotenburger kamen nicht raus, verteidigten verbissen und konterten unangenehm. Ein frühes Tor gelang nicht. Stattdessen schloss der Gegner nach etwa sechs Minuten eiskalt ab. 0:1. Bloß nicht unruhig werden. Die Spielzeit ist noch lang. Wenn wir die Linie halten, wird sich diese durchsetzen. Nach etwa 12 Minuten erzielte Timo den Ausgleich. Puh. Aber der Gegner blieb gefährlich. Robin parierte zweimal. Unser Rhythmus nach Wechseln passte nicht. Auch Luis tat sich schwer. Aber er stemmte sich dagegen und leitete mit einem exzellenten Zauberpass auf Timo die Führung ein. Der drehte sich blitzschnell und netzte ein. Zum 2:1-Sieg. Ein zähes Ding. Aber alles im Plan! Auftaktsieg. UND: Viel von unseren Möglichkeiten hatten wir auch nicht verraten. Gut so. Denn Verden stand nach einem 2:2 gegen die Cuxhavener schon etwas unter Siegzwang und... lief uns ins Messer: Aus dem Nichts waren wir plötzlich voll da. Verden muss uns total unterschätzt haben. Dazu kam, dass Hendrik gleich zu Beginn den Keeper narrte und aus spitzen Winkel im kurzen Eck zum 1:0 versenkte. Auf der Tribüne wurden die Ligakonkurrenten aus Westercelle wach und bejubelten mit etwas Schadenfreude, dass wir nachlegten. Marc-A. traf zweimal. 3:0! Verden verkürzte aber auf 1:3 und kam immer besser auf. Timo erwischte den Keeper prompt nochmal im kurzen Eck. Und danach wurden Leo und Lukas zum Abschluss ins quasi leer gespielte Tor eingeladen. 6:1 (!). Nun also gegen Westercelle. Und das ging voll in die Hose! Kurz gesagt: Auwaia. Die hatten wohl genau hingeschaut und unterschätzten uns nicht. Wir mussten erfahren mit welcher Schlitzohrigkeit ein Niedersachsenligist agieren kann. Bekamen ein frühes 0:1. Ok. In der Folge spielten wir zwar gefällig und offen mit. Aber naiv. Einerseits waren wir nicht mutig genug, die besprochenen Wege durchzuziehen, weshalb gute und richtige Pässe plötzlich in der Leere landeten. Und andererseits entschieden wir uns viel zu häufig für unnötige Risikobälle im Spielaufbau. Ein gefundenes Fressen für die Celler, die uns genüsslich auseinander nahmen und uns verdient mit 0:4 in die Kabine schickten. Damit war das gute Torverhältnis leider auch weg. Sowohl Verden als auch Sievern könnten uns noch holen. In der Kabine gab es allerdings keinen großen Kommentar zum Spiel. Bloß nicht lange damit beschäftigen. Kopf frei machen... denn wir lagen ja voll im Plan: Erstes Spiel gewonnen und den erhofften Big-Point gegen einen der Favoriten erzielt. Und nun gegen Sievern alles selbst in der Hand. Also zurückfinden zu unserem Spiel. Außerdem wollen wir es gegen Westercelle gerne noch mal probieren. Dafür müssten wir aber ins Endspiel. Also weiter! Doch bevor wir auf das Parkett gingen ließ Verden entnervt noch einen Punkt gegen Wiedau/Bothel ... und war raus. Ebenso Sievern. Wir waren also schon weiter! Egal wie das letzte Spiel ausgeht. Top. Wir versuchten nun einerseits im Rhythmus zu bleiben und nach dem 0:4 ein gutes Gefühl auf dem Platz zurückzugewinnen - aber andererseits auch Kräfte zu schonen. Das gelang. Lukas und Leo brachten uns früh mit 2:0 in Führung. Marvin bekam jetzt viel Spielzeit und entlastete Marc-A. und Hendrik. Er und alle anderen Teamkollegen hätten das Ergebnis auch auf 5, 6 oder 7 Tore stellen können bzw. müssen. So klar dominierten wir. Aber das 2:0 war ok. Fertig! Hallenwechsel nach Nienhagen und ab ins Halbfinale.

Der Halbfinal-Krimi:

Ein Wechsel der Hallen inkl. der Pause, nachdem man schon rd. 80 Minuten (!) Spielzeit hinter sich hat, ist ein immenser Nachteil. Das hatten wir schon vor zwei Jahren gelernt. Es war aber nicht zu ändern. Man merkte den Spielern sehr deutlich den Verlust an Substanz an und wie schwer es fällt sich wieder aufraffen. Leo bekam sehr große Probleme mit dem Oberschenkel. Bei Marc-A. wurde es grenzwertig mit dem Knöchel. Zu Deutsch: Wir gingen ganz schön am Stock. Dazu begrüßte man uns mit "Schade für Euch, Ihr spielt wohl gegen Drochtersen/Assel. Die sind hier top!" Und in der Tat marschierten die ohne Gegentor durch die Gruppe B. Gegen uns gute bekannte starke Gegner wie VSK Osterholz oder die U18 von Suderburg. Unser einziger Vorteil war, dass wir das letzte Gruppenspiel des Gegners noch anschauen konnten: Eine hochveranlagte Mannschaft, die auffällig diszipliniert harmonierte. Defensiv mit sehr gut organsierter und enge Raute. Einen Abwehrchef, der nichts zuließ. Dazu auch noch treffsichere Stürmer, die blitzschnell umschalten konnten. Technisch versierte und schnelle Spieler. Puh. Immerhin: Wir wussten nun, was uns erwartet und arbeiteten einen speziellen "Schlachtplan" dafür aus. Im Grunde genommen spiegelten wir die Spielweise unseres Endspielgegners im Kreisfinale. Unser Offensivspieler sollte sich nach maximal einem "Klatsch-Ball" bis zur Grundlinie hinter die Abwehr absetzen und stets auf die Ballseite rochieren. Im Spielaufbau wollten wir nicht mit Passpiel, sondern wenn möglich mit Ballübergaben agieren und sobald möglich von Außen mit Ball ins Zentrum der Raute ziehen. Die Anspielstation hinter der Abwehr müsste dann im Idealfall frei sein und den Angriff vor das Tor bringen können. Notfalls Abbruch und neuer Versuch. Keine leichten Ballverluste. Außerdem machten wir uns in der Kabine überhaupt nichts vor: Wenn wir das schaffen wollen, wird das nur unter "Schmerzen" und Überwindungen gehen, um über den müden Punkt von Geist und Knochen zu kommen. Und auch wenn manche Augen ziemlich leer wirkten, war zumindest - anders als vor zwei Jahren - keine Nervosität zu erkennen. Auch Leo versuchte es nochmal und los ging´s! Nach nur 30 Sekunden gab es die extrem kalte Dusche! Blöder ging es nicht. Denn nicht zuletzt verursacht durch ein missverständliches Coaching. In Sekundenbruchteilen. Bei einem Einkick des Gegners wurde Hendrik vom Gegenspieler in der Mitte wegbeordert, um den scheinbar gefährlicheren Rückraum abzusichern. Jedoch war Leo noch nicht weit genug vorgerückt. Als sich nun diese unerwartete Lücke auftat war der Versuch Hendrik wieder zurückzustellen zu spät. Dass der Spieler nun auch noch das Geschick hatte, sich gegen Timo, Leo und Robin zu tanken... geschenkt. 0:1. Der "Anschiss" an Hendrik wurde von der Trainerbank umgehend revidiert. Denn von dort war die Fehlerkette gestartet. So ein Sch... . Ausgerechnet jetzt und hier passierte so etwas. Es half nichts. Jetzt mussten alle mit dieser schwierigen Situation umgehen. Und wir kamen auch ganz ordentlich ins Spiel. Gerade der Block Leo, Lukas, Timo, Hendrik und auch Leon harmonierte und setzten die besprochene Taktik in ersten Ansätzen gut und fleißig um. Luis, Luca und Marc-A. entlasteten zusehends besser. Alles nur um sich in der ständig stärker werdenden Phase trotzdem das 0:2 zu fangen. Robin konnte einen Durchbruch nur mit Foulspiel stoppen. Berechtigter 6-Meter. Das war´s dann wohl. Andererseits waren noch fast 10 Minuten auf der Uhr und unser Spielansatz war gut. Aber wird das Team noch Kraft und Mut haben, um die aufgepuschten Gegner noch mal zu ärgern? Antwort: JA! Mit stoischer Ruhe und hohem Engagement wurde der Spielansatz weiter verfolgt. Und langsam kam Drochtersen ins Schwimmen. Wieder gingen wir in den besprochenen Anlauf, dann weiter auf Timo und der brachte den Ball diagonal vor das Tor Richtung Hendrik. Der nahm überraschend genau vor dem Torwart den Fuß hoch und der Ball rollte an der verdutzten Defensive direkt ins Tor weiter. Timo also zum 1:2. Und jetzt begann es auf dem Parkett zu brennen. Das heute erste Gegentor für Drochtersen zeigte enormen Schaden. Neue Situation. Plötzlich hatte man dort etwas zu verlieren. Man schien ja schon im Ziel zu sein. Ein um´s andere Mal setzten wir nun nach und unsere Varianten um. In größter Hektik führte ein Abwehrversuch kurz vor dem Ende dann zum Foul an Lukas. Unstrittig. 6 Meter! Leo verwandelte: 2:2! Und in letzter Sekunde bekam Marc-A. noch ein ideales Anspiel und konnte sogar den Siegtreffer erzielen. Wie knapp war das denn!? Schlußpfiff eines Krimis, der jetzt noch seine Fortsetzung im 6m-Schießen fand: In den Augen unserer Spieler konnte man sehen, dass sie sich das nun holen werden. Keine Spur von Unsicherheit oder Nervosität. Leo, Timo und Lukas verwandelten perfekt. Dann scheiterte Drochtersen und erneut Leo verwandelte zum Sieg! Jubel ... ABER Stopp: Die Jury revidierte die Aussage, dass die bisherigen Schützen nach drei Schützen nochmal antreten dürfen. Es müsse ein neuer Schütze also nochmal schießen. Achterbahn! Das regelte die Mannschaft selbst ... und wer schritt zur Tat? ROBIN. Rumms - drin - Respekt! Wir waren im Finale und damit auch für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert. Was für ein Comeback gegen dieses richtig gute Team aus Drochtersen/Assel. Es wartete nun erneut Westercelle. Und wer überzeugt war, dass es zu dem gerade erlebten Halbfinale keine Steigerung mehr geben konnte, der bekam nun ein Endspiel, dass alle gesehenen Dimensionen toppte!

Über das großartige Finale und Charakter im Futsal:

Das Halbfinale war für uns ja schon ein Endspiel. Nun sich noch für ein weiteres Finale zu motivieren, war die erste große Herausforderung. Die Spieler waren echt platt. Bei Leo und Marc-A. ging es eigentlich nicht mehr. Trotzdem: Ein Endspiel will man gewinnen. Zumal wir es gegen Westercelle ja noch mal besser als in der Vorrunde machen wollten. Wir stellten also erneut die Spielausrichtung um und bereiteten zudem Plan B und Plan C vor. Leo würde es zwar nochmal versuchen. Trotzdem legten wir lieber schon Ersatz fest. Je nach Spielsituation. Bei Führung würde Lukas die Rolle mit Luis ausfüllen. Bei Rückstand dagegen Luca und "volles Risiko". Wir nahmen uns zudem vor, den wichtigsten Kritikpunkt aus der Vorrunden-Niederlage abzustellen: Egal, was passiert, wir müssen unseren Abläufen, Absprachen, Lauf- und Passwegen treu bleiben. Wenn wir unter Druck davon abweichen, machen wir es nur schlimmer. Vertrauen wir aber unseren Stärken kann immer etwas gehen. Selbst wenn der Gegner übermächtig scheint. Dazu kommt, dass ein Endspiel immer noch etwas anderes als ein Vorrundenspiel ist. Und: Wir können Endspiele und wissen, dass und wie man dort in die Köpfe von starken Gegnern kommen kann. Dachten wir... es kam aber zunächst alles ganz anders:

13:0 Tore und ein lockerer Turnierverlauf; die Gelb-Schwarzen strotzten nur so vor Selbstvertrauen. Schuss - Tor, Schuss -Tor, Schuss - Tor. Nach nur 5 Minuten lagen wir 0:3 hinten. Und bei Leo ging es wirklich nicht mehr weiter. Scheinbar würden wir nun mal richtig Dresche bekommen. Allerdings kann sich niemand erinnern, dass sich unser Team jemals ergeben hätte. Bleibt das so? Ziemlich schwer, bei den nun wohl schlimmsten Voraussetzungen, die man sich für so ein Finale gegen einen Niedersachsenligisten vorstellen kann. Aber zwei Dinge griffen tatsächlich: Erstens, dass Luca alles reinwarf, um Leo zu ersetzen. Er machte allen auf dem Platz deutlich, dass er hier nicht gewillt war auch nur einen weiteren Zentimeter Boden widerstandslos frei zu geben. Egal was kommt. Und Zweitens, dass wir diesmal - trotz des Rückstands - die Linie unseres Spiels behielten. Es war Luca´s großer Moment. Jeder sah, wie er ackerte und richtete sich zusehends daran auf. Motto: "Da mach´ich jetzt mit." Und als Lukas eine typische Kombination mit Hendrik zum 1:3 abschloss, war das zumindest schon mal ein kleiner Lohn und ein gutes Gefühl. Immerhin hatte man ein schönes eigenes Tor geschossen. Das erste Gegentor für Westercelle. Auf der Tribüne erinnerte "Faxe" aber schon mal die Zuschauer an das Halbfinale "Wartet mal ab." Möglicherweise war da auch bei den Schwarz-Gelben nun etwas im Hinterkopf. Kurz darauf erzielte Marc-A. auch schon das 2:3. Faxe:"Siehst´te. Sag ich doch." In dieser Phase versuchten die Celler energischer in Zweikämpfe zu gehen, was zur Folge hatte, dass sie nach etwa 13 Minuten beim kritischen 4. Foul waren und sich kurz darauf zu einem 5. Foul hinreißen ließen. Das bedeutete 10-Meter-Freistoß für uns. Aus der Entfernung ist die Trefferchance zwar schwierig. Aber im letzten Training hatte es die Mannschaft mal vorsichtshalber eigenständig getestet und ausprobiert. Erstmalig. Mit der Erkenntnis, dass nur Lukas und Timo den Dreh richtig raus hatten. Und tatsächlich: Lukas trat an und traf zum 3:3. Die ganze Halle rieb sich die Augen. Als Marc-A. dann Leon freispielte war sogar die Führung drin. Seinen tollen Abschluss rettete der überragende Celler Spieler von der Linie. Doch wir waren jetzt so gut im Spiel, dass jeder von uns sein Level übertraf. Luca fing erneut einen Ball ab. Hendrik traute sich ein Tänzchen mit der Abwehr und legte quer, wo Luca schon vor geeilt war und das 4:3 erzielte. Jetzt stand alles Kopf. Was für ein Finale. Noch 4,5 Minuten. Doch genau in diese Euphorie schlug ein Verzweiflungsschuss der Gelb-Schwarzen in unserem Giebel ein. 4:4. Ein Stimmungskiller, der unseren Rausch gerade noch rechtzeitig für den Gegner stoppte. Und noch brutaler legte Westercelle kurz vor Ende das 5:4 nach. Entscheidung. Sowas verkraftet niemand. Aber "Denks´te" . Aufgeben gibt es nicht, sah man in allen Augen. Der Favorit versuchte mit "Spielchen" die Uhr runterzubringen. In der Hallenecke wurde der Ball sekundenlang blockiert und mit jedem Einkick dort neu festgemacht. Allerdings genau vor unserer Trainerbank. Eine letzte Chance hatten wir also: Noch 10 Sekunden. Kommando: Bei Balleroberung auf gar keinen Fall ein Passspiel sondern mit Tempo ins Dribbling ziehen! Optimal, dass ausgerechnet Leon in Ballnähe war. Wenn der loszieht hat das eine ganz besondere Dynamik. Und so war es. Er klaute den Ball und ging sofort im Sprint los, quer durch den eigenen Strafraum. An sich hätten wir es nicht mehr nach vorne geschafft. Aber der genervte Gegenspieler setzte nach und überlegte nicht. Foul. Und das bedeutete: Wieder 10 Meter. Noch eine Sekunde auf der Uhr. Letzte Aktion. Diesmal ging Timo hin ... trocken ... drin ... 5:5. EIN WAHNSINN! Nun also nochmal 6m-Schießen. Und der Wahnsinn nahm kein Ende. Wir mussten immer nachziehen. Der Niedersachsenligist traf zuverlässig. Doch auch unsere ersten drei Schützen blieben unbeeindruckt. Leo (konnte kaum noch anlaufen), Timo und Lukas. 8:8. Es ging weiter. Die Gastgeber blieben cool. Doch Robin auch: 9:9. Langsam gingen uns die Schützen aus. Und Westercelle zeigte weiter keine Schwäche und traf. Marc-A. und Hendrik auch. 10:10. Es war kaum noch zum Aushalten. Jetzt aber Robin! Und tatsächlich. Robin hielt. Wir mussten nur noch treffen und sind Bezirksmeister. Jubel... ABER Stopp: Der Schiri pfiff die Parade zurück. Lies wiederholen. Angeblich hätte sich Robin zu stark/früh bewegt. So ein Quatsch. Das machten beide Torhüter auch bei jedem Schuss zuvor. Was Wunder. Aus 6-Metern einen Futsal von Erwachsenen Spielern auf den Kasten zu bekommen grenzt ohnehin an Körperverletzung und ist eine bescheuerte Regel. Diese Entscheidung war regelrecht "fies"! Im zweiten Anlauf verwandelte der Celle Spieler zum 11:10. Unser nächste Schütze stand nun auch noch unter diesem negativen Einfluss ... und scheiterte. Schluss. Der Wahnsinn hatte ein Ende und uns als vermeintlichen Verlierer. Aber nur kurz. Denn ganz ehrlich: Wer so ein Turnier spielt, das Halbfinale dreht, ein so großartiges Finale spielt und sich damit auch noch für die Niedersachsenmeisterschaft qualifiziert ... nach Niederlage fühlte sich das nur kurz an. Jeder in der Halle und insbesondere die Trainer zogen mit großem Respekt den Hut vor dem Charakter und den Leistungen. Das war ein großes SPEKTAKEL!

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05. März 2019, 11:48

Bericht: Famos! Auch Intersport-Rolff-Cup landet bei uns!

"Der Torschütze kann sich ein Shampoo abholen!" - Dieser Satz bleibt sicher allen in Erinnerung, die am Samstag beim Intersport-Rolff-Cup in Fredenbeck dabei waren. Wir konnten allerdings mehr als nur Shampoo mitnehmen: Normalerweise wird in der Geestlandhalle Handball gespielt (ehemals Bundesliga) - also war es durchaus spannend dort auch mal zu kicken... und dann auch selbst noch den Pott zu holen. Bei fünf Landesligisten im Starterfeld war das Turnier gut besetzt. Zumal mit Güldenstern Stade und uns auch die beiden derzeitigen Top-Teams der Liga am Start waren (siehe oben). Da würde unser Rumpf-Kader schon ordentlich gefordert sein, denn nur acht Spieler standen an diesem Wochenende überhaupt zur Verfügung. Diese acht stellten sich aber geschickt an. Zwar mussten wir nach dem grottenschlechten Auftakt gegen Stades U18 nochmal das Verständnis für "Spaß haben" definieren und dass wir damit nicht meinen können, die lange Fahrt zu machen und dann "Balla-Balla" zu spielen. Das Rumgestochere von Luca zum 1:0 und zwei Paraden von Robin waren wirklich das einzige, was da passte. Aber ... schönerweise ... hatten es sich alle zu Herzen genommen! Ab dann waren alle voll da. Jetzt machte es auf und neben dem Platz wirklich Spaß. Locker ABER engagiert. Von Spiel zu Spiel steigerte sich das Team und spielte ein prima Turnier. Gegen die JSG Geest zeigten wir erstmals wie sauber wir es spielen KÖNNEN. Luca auf Hendrik. 1:0. Und nach dem Ausgleich später nochmal umgekehrt zum Siegtreffer von Luca. Damit waren wir schon im Halbfinale. Der Kreisligist JSG Altes Land traf uns jetzt auf Betriebstemperatur und konnte meistens erst eingreifen, wenn der Ball schon im Netz lag. Hendrik, Luca, Leon und Marius spielten ein 4:0 raus. In der anderen Gruppe war es enger. Zwar setzte sich Güldenstern Stade (U19) als Gruppensieger durch. Stolperte aber gegen aufopferungsvoll fightende Kreisligisten der JSG Geestequelle (0:2). Dies verwehrte der Landesligatruppe des VSK Osterholz überraschend den Halbfinaleinzug. Außer dem Titel "Bester Spieler" für ihren Mittelstürmer konnten die Osterholzer somit nichts mehr mitnehmen. Gerne hätte die JSG Geestequelle sich wohl auch einen weiteren "Skalp" eines Landesligisten geholt. Musste gegen uns allerdings schnell einsehen, dass das heute nichts wird. Es ging einfach zu schnell. Unsere Organisation kam nun sehr nah an das Kreisfinale ran. Zweimal Luca und Leon nach jeweils überragenden Vorarbeiten von Hendrik, Steve, Leon und Marius stellten ein 3:0 und damit den Finaleinzug klar. Stade tat sich im zweite Semi-Finale schwerer, kam erst Sekunden vor Schluss gegen den Gastgeber, JSG Geest, zum Ausgleich, traf allerdings im 7m-Schiessen besser. So gab es also den erwarteten Show-Down zwischen uns und Güldenstern Stade. Während der Platzierungsspiele machte der ein oder andere von uns ein "Nickerchen" auf der Tribüne. Alle, inkl. Trainer und Betreuer waren ziemlich relaxed. Wer weiß, ob wir das Finale noch richtig angenommen hätten, wenn uns die Stader nicht "geweckt" hätten. Jedenfalls war der Kabinenlärm nicht zu überhören. Da wollte uns offenbar jemand mit aller Macht schlagen und betrieb dafür entsprechenden Aufwand. Der Torwart wurde gewechselt und zu unserem Erstaunen stellte man sich taktisch völlig anders auf als zuvor. Unser Rumpfkader hatte sich offenbar Respekt verschafft. Und das spornte alle nochmal an, hier doch eine sehr aufmerksame Partie zu spielen, in der Leo überragte. Aber die läuferischen Leistungen der Mitspieler waren auch gut, sodass wir diese Partie einerseits kontrollierten und wenig zuließen sowie andererseits selbst kurz vor dem Ende die dickste Chance hatten. Zwei Stader kratzten Marius` solo noch von der Linie. Also 7m-Schießen. Den Auftakt ließ Robin passieren. Leon nagelte seinen prima Schuss an die Latte. Vorentscheidung? Jedenfalls großes "Hallo" auf Stader Seite. Doch der nächste Stader Schütze zeigte Nerven und vergab. Steve ging locker aber konzentriert zum Punkt und machten den Ausgleich. Im letzten Duell vergab zunächst Stade während Janning mit riskanter Präzision (Innenpfosten) uns "den Pott" holte. Emotional knallte der Stader Keeper unseren neuen Spielball unters Hallendach, wo er leider stecken blieb. Hoffentlich bekommen wir den nochmal wieder zurück. Ansonsten gab es faires Shake-Hands zum Abschluss. Zum Duschen hatten wir nicht nur den Pokal in unseren Händen, sondern auch jede Menge Shampoo, das der Sponsor für jedes Tor oder für besonders gute Aktionen (z.B. Torwart-Parade o.a.) nach jedem Spiel übergab, was bei uns für eine Menge Gaudi sorgte und zum geflügelten Wort des Tages wurde ("Kannst Dir ´n Shampoo abholen!") .

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